Jun.
24
2019
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Krank durch die Klimaanlage?

Krank durch die Klimaanlage?

Sind Klimaanlagen tatsächlich ungesund?

Auch im Sommer 2019 werden in Österreich wieder tropische Temperaturen erwartet: Temperaturen jenseits der 35 Grad am Tag und Tropennächte, in denen das Thermometer nicht unter 20 Grad fällt, sind längst keine Seltenheit mehr. Während Klimaanlagen am Arbeitsplatz in Österreich mittlerweile schon recht gängig sind, zögern viele Österreicherinnen und Österreicher aber noch immer mit der Installation einer Klimaanlage in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Der Grund ist oft, dass viele Menschen meinen, Klimaanlagen seien ungesund und würden krank machen.

Grundsätzlich stellt eine Klimaanlage keinerlei Gesundheitsgefahr dar und macht NICHT krank. Jedenfalls, wenn sie richtig genutzt und korrekt gewartet wird!

Mythos: Schädliche Keimschleuder

Wird ein Klimasystem nicht regelmäßig gewartet und gereinigt können sich Keime festsetzen, die in Folge vor allem bei Allergikern Probleme auslösen können. Tatsächlich enthält die klimatisierte Luft einer sauber gewarteten Klimaanlage aber sogar deutlich weniger Allergie auslösende Partikel als Frischluft, da die Luft durch Filter in den Klimageräten nicht nur gekühlt, sondern eben auch gereinigt wird.

Moderne Filtersysteme – wie das Nanoe-X Programm von Panasonic – halten allerlei Schadstoffe aus der Umwelt ab: Von Pollen bis hin zu Abgasen.

Die Luft aus einer Klimaanlage ist daher meist objektiv besser, als frische Luft durchs Fenster: Eine Studie der AUVA und des Arbeitsinspektion zeigt, dass die Belastung der Luft aus Klimaanlagen deutlich weniger mit Mikroorganismen, Pilzsporen und Keimen belastet ist, als die Außenluft.

Mythos: Erkältung durch Klimaanlage

Neben dem Vorwurf Klimaanlagen seien Keimschleudern, wird auch oft vor Erkältungen und Verkühlung durch Klimaanlagen gewarnt. Auch hier lässt sich feststellen: Wird die Klimaanlage richtig genutzt, muss niemand Angst vor einer Erkältung haben. Zu befolgen gibt es lediglich zwei Regeln: 


  • Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht direkt im Luftstrom aufhalten und die kühle Luft aus der Klimaanlage nicht direkt auf Ihre Haut trifft.
  • Kühlen Sie die Raumtemperatur im Vergleich zur Außentemperatur nicht zu extrem ab. Kommt man bei extremer Hitze von draußen in einen stark klimatisierten Raum, kann der plötzliche Temperatursturz ein Problem für den Körper sein.

In Mitteleuropa gibt es die Faustregel, dass die Temperaturdifferenz zwischen Außen- und Innentemperatur 6-7° C nicht überschreiten sollte. Jedoch ist diese Faustregel auch mit Vorsicht zu genießen. Dies würde nämlich bedeuten, dass bei einer Außentemperatur von 40° C die Raumtemperatur nur auf etwa 33° C abgekühlt werden darf. Bereits ab 28° C lässt die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers jedoch bereits deutlich nach, Temperaturen ab 35 ° C führen zu einer verlangsamten Reaktion und schließlich sogar zu Herz-Kreislauf-Problemen.

Damit unsere Körperklimaanlage, die Haut, richtig funktioniert und sich wohlfühlen kann, ist bei Sommertemperaturen eine ideale Raumtemperatur von 22°– 24° C, je nach Tätigkeit, Kleidung und persönlichem Empfinden zu empfehlen. Bei extremer Hitze im Außenbereich sollten aber auch die Raumtemperatur im Inneren angepasst werden. Auch 27 ° können dann angenehm wirken.

Wir halten fest, dass also eine richtig eingestellte und korrekte Klimaanlage keinerlei Gesundheitsrisiko darstellt.

Sick-Building-Syndrom 

Woran liegt es aber, dass trotzdem so viele Menschen eine Klimaanlage für einen Krankmacher halten? Besonders am klimatisierten Arbeitsplatz klagen viele über Müdigkeit, Kopfschmerzen, Husten, trockener oder gereizter Haut oder einem generellen Unwohlsein. Und laut einer Umfrage der deutschen Krankenkasse Barmer empfinden 33 Prozent der Befragten eine Klimaanlage am Arbeitsplatz als störend.


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Klimaanlage hier meist nur der Sündenbock ist und einfach pauschal verdächtigt wird diese Symptome zu verursachen. Tatsächlich dürfte oft das Sick-Building-Syndrom (SBS) dahinterstecken.

Dabei geht es vor allem um die Tatsache, dass Menschen in Großraumbüros ihre Umgebung nicht direkt kontrollieren können, was zu körperlichen Symptomen führt. Nicht die Klimaanlage oder die Luft am Arbeitsplatz macht krank, sondern der Fakt, dass nicht direkt auf diese eingewirkt werden kann, weil zum Beispiel nicht einfach ein Fenster geöffnet werden kann, sondern die Klimaanlage zentral gesteuert wird.

Ähnliche Klagen von Menschen, die sich eine Klimaanlage für zu Hause gekauft haben, oder auch Personen die im Home-Office oder eigenen kleinen Büros mit Klimageräten arbeiten, sind dagegen selten.

Unsere Wiesmayr Klimatechnik Mitarbeiter beraten Sie gerne vor Ort und arbeiten gemeinsam mit Ihnen eine individuelle Lösung für die Klimatisierung Ihres Zuhauses oder Ihrer Gewerberäumlichkeiten. Wir sorgen außerdem für die korrekte Einstellung und Wartung Ihrer Klimaanlage, damit Sie auch bei Hitzewellen einen kühlen Kopf bewahren und fit und gesund bleiben. 

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Bildnachweis: Unsplash

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