R22 Ausstieg - umweltgerechte Alternativen finden

R22 Ausstieg - umweltgerechte Alternativen finden

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Damit unsere Umwelt wieder aufatmen kann, hat die EU die Verordnung zur Vermeidung von HFCKW (Nr. 842/2006 - Details im Anhang) erlassen. Die Gemeinschaft hat sich verpflichtet, bei den Treibhausemissionen eine Verringerung um 8 % im Zeitraum von 2008 bis 2012 gegenüber dem Stand von 1990 zu erzielen, und die globalen Emissionen von Treibhausgasen längerfristig gegenüber dem Stand von 1990 um ca. 70 % zu senken. 

Davon sind auch Klimaanlagen und im Speziellen das Kühlmittel (R22) betroffen. 

Zwei Fristen  sind relevant:

  • ab 1.1.2010 - Verwendungsverbot von Frischware R22 zur Wartung und Instandhaltung
  • ab 1.1.2015 - Verwendungsverbot von R22 zur Wartung und Instandhaltung

Folgende Szenarien sind möglich: 

  1. Belassen der Anlage
    Lösungsansatz eins beläßt die Anlage im aktuellen Zustand und geht von der Verfügbarkeit von R22 Recyclingware im Havariefall aus. Diese Lösung ist riskant, da von Seiten der Kältemittel-Hersteller und auch von den meisten Kältemittel-Distributoren keine Recyclingware angeboten wird. Dadurch kann eine schnelle Reaktion auf eine durch Kältemittelverlust bedingte Störung schwierig werden und es können durch die längere und ungeplante Ausfallzeit der Anlage erhebliche Probleme entstehen. Außerdem ist diese Lösung dann auch zeitlich auf max. 5 Jahre beschränkt.
  2. Austausch der alten HFCKW Anlage
    Lösungsansatz zwei besteht in einem Ersatz der alten HFCKW Anlagen durch komplett neue und zeitgemäße Systeme. Diese Lösung ist bezüglich des Energieverbrauchs, technischer Performance und aus Sicht der Umwelt zu bevorzugenden, wenn die kommerziellen Rahmenbedingungen dies zulassen. Einige große Betreiber von Kälteanlagen z.B. im Bereich Supermarkt haben sich schon für diese Lösung entschieden und die alten Anlagen komplett durch Neuanlagen ersetzt.
  3. Umstellung der Kältemittel
    Lösungsansatz drei besteht in einer Umstellung der Systeme auf die bekannten HFKW Kältemittel wie R404A bzw. R507, R407C. Für diese Lösung sind jedoch einige Rahmenbedingungen wie z.B. Verflüssigerkapazität oder der benötigte Kälteleistungsbedarf zu prüfen, da diese Kältemittel doch abweichende Eigenschaften von R22 besitzen. Die Umstellung ist dann mit einigem Aufwand verbunden wie z.B. dem Austausch des vorhandenen Mineralöles gegen Esteröl, Austausch der Einspritzventile etc.. Weiters ist unbedingt ein Augenmerk auf die Rohrleitungsdimensionierung zu legen.
     
  4. Umstellung der Kältemittel mit Hilfe von HFKW/Kohlenwasserstoffgemischen
    Lösungsansatz vier sieht den Einsatz von speziellen HFKW/Kohlenwasserstoff-Gemischen vor, die den Umstellungsaufwand zum Teil im Vergleich zur Lösung drei erheblich verringern können. Leider ist keiner der Ersatzstoffe universell zu hundert Prozent für jede der verschiedenen Anwendungen, in denen R22 im Einsatz ist, geeignet. Jedoch hat sich R422D als probater Ersatz für viele Anwendungen herausgestellt und wird von den verschiedenen Ersatzstoffen am häufigsten verwendet. Eine sorgfältige Prüfung der Anlage ist in jedem Fall vorzunehmen und vom Kältefachbetrieb die geeignete Lösung zu wählen. Diese HFKW/Kohlenwasserstoff Kältemittel sind jedoch nicht als ‚Drop in’ Lösung zu verstehen. R22 kann also nicht aus der Anlage genommen und das Ersatzkältemittel eingefüllt werden, sondern auch hier sind einige zusätzliche Maßnahmen und ein methodisches Vorgehen von Nöten. 

Wenden Sie sich an unsere Service-Hotline unter +43(0)2236 / 67 70 77 - das Wiesmayr Klimatechnik-Team berät Sie kompetent und präsentiert Ihnen eine effiziente und umweltschonende Lösung, ECO-Bonus und ECO-Finanzierung inklusive.

Damit schaffen wir gutes Klima für Sie und die Umwelt!